| Adventswanderung 06.12.2025 Organisation und Text: Norbert Henning Fotos: Herbert Lips, Hagen Trinks, Ines Henning |
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Die Nikolauswanderung 2025 vom Bahnhof Pirna über Burglehnpfad und Steinbruchpfad nach Stadt Wehlen (Bahnhof) Teilnehmer: 2x Johne, 2x Tenbusch, 2x Schindler, 2x Henning, Hagen, Petra, Herbert, Kathrin B., Steffi S. Die Wanderung begann kurz nach 10°° Uhr am Bahnhof Pirna. Das Wetter war kalt und klar, aber trocken. Dabei blieb es den ganzen Tag. Es ging zunächst bis Mockethal, wo ein Rastplatz mit Tischen und Bänken für einen von Ines vorbereiteten Imbiß genutzt wurde. Der Glühwein passte zum Wetter. Am Anfang war der Boden wegen des Nachtfrostes stellenweise glatt, aber mit steigenden Temperaturen verschwand dieses Problem. Die nächste Station war die Canalettoaussicht. Bernardo Bellotto war 1753 in Pirna, über sein Leben in dieser Zeit ist wenig bekannt. Er hat in dieser Zeit 11 Ansichten von Pirna gemalt, also nicht nur die Aussicht, die wir besucht haben. Seine Zeit in Sachsen endete mit dem siebenjährigen Krieg im Jahr 1763. Dabei ist interessant, dass es zwei Maler gab, die sich Canaletto nannten – unserer ist der Jüngere. Von der Canalettoaussicht ging es weiter die Talkante entlang zu der Stelle, an der man auf den Postakegel sehen kann. Ein schroffes und bei dem Wetter finster und abweisend aussehendes Relikt des Steinbruchbetriebes. Wegen der schlechten Sicherung wird dieser künstliche Gipfel nicht oft bestiegen. Dann ging es an der Talkante weiter bis zur Ruine des Steinbrecherhauses von Pol Cassel, der dort ab ca. 1921 sein Sommeratelier hatte. Damit waren wir mitten auf dem Steinbruchpfad. Dort waren verschiedene Relikte des Steinbruchbetriebes zu sehen, wie alte Maschinen, Kranbahnen und Ruinen. Eine Führung unter sachkundiger Leitung war leider nicht möglich. Eine kleine Ziegenherde, die dort entspannt graste, hat eine interessante Geschichte: Im Jahr 2011 wurde dort der Film „Cloud Atlas“ mit Tom Hanks gedreht. Die Ziegen hat die Filmcrew wohl einem Bauern aus der Gegend abgekauft. Sie wurden nach dem Dreh zurück gelassen und leben seitdem dort. Sie werden nicht bejagt, haben keine natürlichen Feinde und kommen mit den Standortbedingungen klar. Wir haben uns gegenseitig auch nichts getan. Über
verschiedene Aussichtspunkte wurde dann gegen 15°° Uhr Stadt
Wehlen erreicht. Dort enterten wir die Fähre und kehrten in die
Gaststätte Bauernhäus`l ein. Die Plätze waren bestellt und wir
wurden erwartet. Die Getränke kamen bald, über das Essen breiten
wir den Mantel des Schweigens – alle Lokale haben seit Corona mit
Personalproblemen zu kämpfen und das Bauernhäus`l ist eines von
zwei Lokalen in Wehlen, die im Winter überhaupt geöffnet haben. Es
war warm und trocken und nur 150 m vom Bahnhof entfernt, so dass
auch diejenigen, die von den 12km ermüdet waren, den Zug
problemlos erreichen konnten. |
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